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Informationen und Meinungen rund um die Ausbaupläne zum Frankfurter Flughafen
  
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   Flughafenausbau: neue Abflugrouten nicht vor 2020Flughafenausbau: neue Abflugrouten nicht vor 2020  von: cf [2010-03-16]
Die als "Südumfliegung" bezeichnete geplante Änderung der Abflugrouten nach dem Ausbau kommt laut DFS frühestens im Jahr 2020.

Die als "Südumfliegung" bezeichneten neuen Abflugrouten, die im Planfeststellungsantrag für den Ausbau des Flughafens von Fraport zugrunde gelegt wurden, werden frühestens im Jahr 2020 geflogen werden. Dies erklärte der für den Ausbau zuständige leitende Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung, Michael Kraft, auf der Mitgliederversammlung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Flughafen (KAG).

Zur Zeit fliegen Flugzeuge, die vom Parallelbahnsystem in Richtung Westen starten, zunächst über Flörsheim, Hattersheim und Hochheim, die meisten drehen dann nach Norden in Richtung Taunus ab. Nach dem Ausbau sollten die Flugzeuge dagegen nach dem Start nach Süden abdrehen, Mainz und Wiesbaden umfliegen (daher der Name "Südumfliegung") und erst später nach Norden abdrehen.

Als Begründung für die Änderung der Flugrouten nach dem Ausbau wurde von Fraport im Antrag das Fehlanflugvleie erfahren für die Nordwestbahn genannt: Konflikte zwischen den in Richtung Norden abdrehenden startenden Flugzeugen und Flugzeugen, die nach einer versuchten Landung auf der neuen Nordwestbahn durchstarten müssen, müssen vermieden werden. Kritiker hatten schon während des Planfeststellungsverfahrens die Südumfliegung - die einen deutlichen Umweg bedeutet und zudem die erreichbare Kapazität einschränkt- für nicht realistisch gehalten (die Diskussion über die Südumfliegung können Sie z.B. im  Bericht vom Erörterungstermin vom 31.10.2005 nachlesen). Auch vor Gericht wurde das Argument vorgetragen, die Annahmen über die Verteilung der Flugbewegungen sei unrealistisch. Der VGH Kassel hatte das Betriebskonzept jedoch nicht beanstandet.

Mit der Annahme der "Südumfliegung" wurden im Planfeststellungsverfahren alle Lärmprognosen berechnet. So hatte Fraport auf dieser Grundlage behauptet, in den Städten Flörsheim, Hattersheim und Hochheim sowie im Taunus werde es durch den Ausbau nicht lauter, sondern leiser. Nach dem gesunden Menschenverstand müssten jetzt die Lärmberechnungen nach den neuen Erkenntnissen wiederholt werden. Jedoch sind die Flugrouten nicht Teil des Planfeststellungsbeschlusses und können jederzeit geändert werden.

Antenbrink: Katze aus dem Sack!

Die versprochene Entlastung für Flörsheim, Hochheim und Hattersheim und einige Kommunen im Taunus fällt jetzt erst einmal für lange Zeit unter den Tisch. Der Flörsheimer Bürgermeister Antenbrink äußerte sich über die neue Sachlage empört. Was die Kommunen schon lange befürchtet hätten, sei jetzt eingetreten: "Die Schönrechnerei der Fraport beim Lärm im Westen des Flughafens ist nun endgültig entlarvt". Die Lärmprognosen für die Kommunen im Westen des Flughafens seien mit der Ankündigung der DFS wertlos und müssten sofort neu berechnet werden. Antenbrink bemerkte realistisch, wo "kein Vertrauen mehr vorhanden sei, könne auch kein Vertrauen verloren gehen". Der Umgang mit der Wahrheit durch Fraport und die Planfeststellungsbehörde sei dennoch seit langer Zeit skandalös. Eigentlich könne man in dieser Situation nur noch einen sofortigen Baustopp fordern, meinte Antenbrink. (Mehr in der Pressemiteilung von Bürgermeister Antenbrink).

Der alte und neue KAG-Vorsitzende Will setzte sich dafür ein, die geplanten Änderungen der Flugrouten nicht nur in der Fluglärmkommission zu beraten, sondern in öffentlichen Veranstaltungen mit den betroffenen Bürgern zu diskutieren.

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