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Informationen und Meinungen rund um die Ausbaupläne zum Frankfurter Flughafen
  
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   BBI: Die Herrschaft der Mehrheit über die MinderheitBBI: Die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit  von: Bündnis der Bürgerinitiativen [2018-06-11]
Das BBI nimmt Stellung zum aktuellen "Konsultations­verfahren zur Umfliegung von Darmstadt-Arheilgen" des FFR. Das Bündnis fordert Reduzierung des Fluglärms anstatt Verlagerung.

Pressemitteilung Bündnis der Bürgerinitiativen vom 11.06.2018 (Thomas Scheffler)

Im Januar 2018 hat FFR Forum Flughafen und Region sein erneuertes Konzept für einen aktiven Schallschutz vorgestellt. Eine der Maßnahmen zur Umfliegung von Siedlungszentren soll eine „optimierte“ Führung der Abflugroute AMTIX kurz sein.

Flugzeuge, die von der Startbahn West starten und dann Richtung Südosten fliegen, folgen dieser Route. Dabei überfliegen sie den dicht besiedelten Norden Darmstadts (Darmstadt-Arheilgen und Kranichstein). Um die Anwohner in diesen Stadtteilen von Fluglärm zu entlasten, soll die Route über weniger dicht besiedeltes Gebiet gelegt werden: Nach einer Linkskurve südwestlich von Mörfelden sollen Flugzeuge künftig einer Route zwischen Darmstadt-Wixhausen und Erzhausen folgen. Im Darmstädter Norden führt diese Routenführung zu Entlastungen, allerdings steigt im Gegenzug die Lärmbelastung in Erzhausen und Darmstadt-Wixhausen.

Am Nordrand von Wixhausen liegt das Neubaugebiet WX8. Seit 2011 werden die Häuser von jungen Familien bezogen. Die Lage im Lärmschutzbereich des Flughafens war den neuen Anwohner bekannt, nicht jedoch die Gefahr einer Verlegung der Abflugroute direkt über ihre Köpfe. „Das erinnert fatal an das in den 90er Jahren geschaffene Flörsheimer Neubaugebiet, über das jetzt die landenden Flugzeuge in einer Höhe von dreihundert Meter donnern und Dächer abdecken“ so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI Bündnis der Bürgerinitiativen. „Es zeichnet sich ab, dass durch die Routenverschiebung die Zahl der Entlasteten größer ist als die Zahl der Belasteten. Nach der bisher angewandten Logik haben die Bürger von Wixhausen und Erzhausen wohl keine Chance, den zusätzlichen Belastungen durch Fluglärm und Schadstoffe zu entgehen.“

Das BBI Bündnis der Bürgerinitiativen lehnt Lärmverschiebungen durch Routenänderungen ab, da per Saldo keine Lärmreduzierung erreicht wird. Anstatt lange Konsultationsverfahren aufzusetzen, die den Betroffenen eine Beteiligung an der Entscheidungsfindung vorgaukeln und Streit zwischen Nachbargemeinden schüren, sind wirksame lärmreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. Zum Beispiel könnte für die Route AMTIX das Steilstartverfahren verbindlich vorgeschrieben werden, damit die Flugzeuge so schnell wie möglich Höhe gewinnen und auf diese Weise die Anrainer unter der bisherigen Route von Lärm entlastet werden.

„So wie es jetzt aussieht, wird die Mehrheit die Minderheit dominieren.“ so Thomas Scheffler. „Eine Schande, weil noch nicht alle Alternativen ausdiskutiert sind.“


[Hinweis der Redaktion]: Siehe zum Thema auch die Rede von Helmut Hahn zur Verlegung der Flugroute Amtix auf der 249. Montagsdemo.


Das "Bündnis der Bürgerinitiativen - Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr", kurz: BBI, ist ein Zusammenschluss von mehr als 80 Initiativen. Das Bündnis streitet für die Wiedergewinnung und den Erhalt der Lebensqualität der Menschen im Rhein-Main-Gebiet. Es setzt sich für die Schaffung einer lebenswerten Region ein und fordert den Schutz der Menschen vor den schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs und erklärt sich solidarisch mit allen von Verkehrslärmbetroffenen Menschen. Das Bündnis fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Mobilität.

Die gemeinsamen Ziele sind:

  • Verhinderung des Ausbaus des Frankfurter Flughafens und anderer Flughäfen in der Region
  • Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 - 6 Uhr
  • Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastung für die Bürgerinnen und Bürger
  • Verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie; Stopp der Subventionen
  • Verringerung der Flugbewegungen auf maximal 380.000/Jahr und der bestehenden Belastungen durch Fluglärm, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet
  • Stilllegung der Landebahn Nordwest
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