Triebwerksbrand nach Start in Frankfurt!
Presseinfo des Bündnis der Bürgerinitiativen
<2000-08-14>

Wie dem Bündnis der Bürgerinitiativen am Montag aus sicherer Quelle bekannt wurde, gab es am vergangenen Samstag, 12.8., auf dem Frankfurter Flughafen einen schweren Zwischenfall:
Der planmässige Lufthansa-Flug 4644 nach London um 07.35 Uhr musste wegen eines plötzlich auftretenden Triebwerksbrandes abgebrochen werden. Der Airbus A300-600 musste umkehren. Die Passagiere konnten um 10.00 Uhr mit einer Ersatzmaschine nach Heathrow starten. Einige Fluggäste entschieden sich dem Vernehmen nach, den Flug nicht wieder anzutreten.

Dieses Vorkommnis, sowie weitere Ereignisse in den Wochen nach dem Concorde-Absturz (z.B. Notlandung einer Maschine in FRA letzte Woche), die nicht offiziell bekannt gemacht wurden, lassen Zweifel an der vielpropagierten Sicherheit aufkommen.

Gerade das Ereignis vom Samstag straft Ministerpräsdent Koch Lügen, der nach der Katastrophe von Paris noch vollmundig behauptet hatte, so etwas könne hier nicht vorkommen. So etwas kann überall vorkommen: Nach Zeitungsmeldungen von heute musste in Südafrika eine Maschine den Start abbrechen, nachdem Stücke eines geplatzen Reifens in ein Triebwerk geraten waren. In Zürich musste eine Boeing wegen eines Fahrwerksschadens notlanden, der durch eine Reifenplatzer verursacht wurde.

Die Bürgerinitiativen betonen erneut: Es kann keine vollkommne Sicherheit geben. Jedes Mehr an Flugbewegungen erhöht das Risiko - auch und insbesondere für die Bevölkerung unter den An- und Abflugrouten. Die Menschen werden nicht nur durch gnadenlosen Lärmterror gepeinigt, sie müssen ständig mit dem Bewusstsein leben, dass alle 20 Sekunden über Ihnen mehrere Hundert Tonnen Metall schweben, die auch einmal auf sie herunterstürzen können!

Deshalb fordern verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger:
Schluss mit dem Wachstumswahn am falschen Ort, kein Ausbau in Frankfurt und ein umfassendes Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr.
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Absturz-Gefahr Afrika

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