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   Risiken im FlugverkehrRisiken im Flugverkehr  von: cf [2005-08-02]
Ist das Fliegen gefährlich - oder sicher ?
Fliegen ist die sicherste Fortbewegungsart, so sagen die Fluggesellschaften. Kritiker sehen das anders. Und viele Menschen haben Angst vor dem Fliegen oder steigen gar nicht erst in ein Flugzeug ein. Wie gefährlich oder sicher ist das Fliegen wirklich?

Statistisch ist Fliegen relativ sicher. Doch es kommt vor, wenn auch nur selten, dass Flugzeuge vom Himmel fallen. Wenn es einmal kracht, dann richtig. Bei einem Absturz ist die Zahl der Opfer hoch, die Überlebenschance gering.

Fliegen - wie oft kracht es?

Wie riskant ist Fliegen genau? Da ist man sich nicht einig. Genau bekannt ist die Zahl der Abstürze und die Zahl des Todesopfer und Verletzten dabei. Über alle Abstürze wird bei verschiedenen Institutionen und auf zahlreichen privaten Internetseiten penibel Buch geführt, bei größeren Vorfällen wird die Ursache bis ins letzte Detail untersucht.

So schwankt Zahl der Flugunfälle mit Todesopfern pro Jahr seit 1970 zwischen 30 und 70, die Zahl der Opfer dabei zwischen 600 und 2300 (Alle Zahlen: www.airdisaster.com). Die Zahl der Flüge stieg in diesem Zeitraum auf von 6 Millionen auf mehr als 20 Millionen, so dass bis heute Fliegen in der Tendenz in den letzten 30 Jahren immer sicherer geworden ist. Die ständig verbesserte technische Ausstattung der Flugzeuge und Flughäfen und die Reaktion der Flugzeughersteller auf erkannte technische Probleme haben dazu beigetragen. Die absolute Zahl der Toten durch Flugunfälle ist - im Vergleich zu ca. 7000 Toten pro Jahr im Straßenverkehr allein in Deutschland - gering. Auch wenn man in Rechnung stellt, dass nur ein kleiner Teil der Menschheit überhaupt fliegt, kann man Fliegen nicht als besonders riskant bewerten, besonders nicht, wenn man mit großen Verkehrsflugzeugen fliegt. Kleinere Flugzeuge und Privatflieger haben häufiger Unfälle.

Flugrisiko: die "richtigen" Zahlen ?

Wie gefährlich - oder sicher - ist Fliegen nun in Zahlen? Das kommt darauf an, wie man es berechnet. Die Luftverkehrswirtschaft gibt das Risiko gern in Zahl der Todesfälle pro Personenkilometer an. Da kommt man auf Zahlen wie "1 Toter auf eine Milliarde Personenkilometer", womit Fliegen sicherer wäre als alle anderen Fortbewegungsmittel. Dieses Maß ist jedoch nicht ohne Probleme. Den einzelnen Menschen interessiert eher die Wahrscheinlichkeit, mit der er heil wieder am Boden ankommt, wenn er ein Flugzeug besteigt, egal wie lang die Reise ist. Beim Fliegen werden um ein Vielfaches größere Strecken zurückgelegt als mit Auto oder Bahn, sodass das relative Risiko pro Reise wieder größer wird. Für diese Betrachtungsweise spricht auch, dass beim Fliegen Start und Landung besonders riskant und die Flugphase dazwischen eher ungefährlich ist.

Ein meist besser passendes Maß für das Risiko wäre zum Beispiel die Zahl der Unfälle und/oder der Opfer im Verhältnis zur Zahl der Flüge - diese Werte verwenden auch die Versicherer in ihren Berechnungen. Die Zahl der Abstürze (mit Toten) bezogen auf die Anzahl von Starts betrug im Jahr 2001 1,68 pro 1 Million Starts. Die Zahl der Toten betrug in 2001 ca. 50 pro Million Starts. Mit dieser Betrachtung wäre eine Flugreise deutlich gefährlicher als eine Autoreise.

Die weltweiten Zahlen auf Deutschland umzurechnen, ist sehr schwierig. Laut Angaben BFU (Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung)ereignet sich alle 588.000 Flugstunden ein Flugunfall mit Todesfolge. Für den einzelnen ist diese Zahl aber irrelevant, weil kaum jemand nur immer in Deutschland fliegt. Bereits grenzüberschreitende Flüge sind aber nicht mehr erfasst.

Schau, mit wem du fliegst ...

Das Fliegen mit kommerziellen Verkehrsflugzeugen renommierter Fluggesellschaften ist deutlich sicherer als der Durchschnitt, während kleinere Flugzeuge häufiger in Unfälle verwickelt sind. Schlechtere technische Möglichkeiten und ungeübtere Hobby-Piloten mögen hier eine Rolle spielen. In Deutschland braucht man sich wegen der Sicherheitsstandards kaum Sorgen zu machen. In Ländern der Dritten Welt ist das Risiko im allgemeinen größer, weil noch ältere, technisch schlechter ausgestattete und/oder gewartete Flugzeuge im Einsatz sind und auch die Flughäfen oft nicht die optimale Ausstattung haben. Doch Schlamperei ist keineswegs auf exotische Flughäfen in Entwicklungsländern beschränkt, wie im Jahr 2000 ein Unfall am Mailänder Flughafen Linate zeigte. Die Verantwortlichen wurden vor kurzem zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.
Die eine oder andere obskure Fluggesellschaft nimmt es auch nicht so genau mit der Sicherheit: "Hauptsache fliegt!". In Europa wird mittlerweile eine "Schwarze Liste" besonders gefährlicher Fluggesellschaften geführt, die Daten sind aber nicht öffentlich. Fällt eine Gesellschaft zu negativ auf, kann man ihr die Landerechte entziehen. Im Internet finden sich zahlreiche Statistiken, wie oft Fluggesellschaften in Unfälle verwickelt sind. wer sein Risiko vermindern will, sollte diese Listen studieren (z.B. Unfallstatistik bei flugzeug-absturz.de)

Beim einzelnen Flug sind Start und Landung (Sinkflug, Landeanflug und die eigentliche Landung) besonders gefährliche Phasen. Beim Start ereignen besonders gefährliche Phasen sich statistisch 36% aller Flugunfälle, bei der Landung 55%. Ist das Flugzeug erst einmal in der Luft und hat seine Reiseflughöhe erreicht, fliegt man relativ sicher: nur 9% der Unfälle passieren in dieser Flugphase. Wer sein Risiko verkleinern will, meidet häufiges Umsteigen und fliegt direkt!

Auch am Boden besteht ein Risiko

Wenn ein Flugzeug ungeplant landet oder abstürzt, sind nicht nur die Insassen des Flugzeugs gefährdet, sondern auch Menschen am Boden. Wer unter An- und Abflugrouten wohnt, ist besonders gefährdet, weil bei Landung und Start die meisten Unfälle passieren. Über einem dichtbesiedelten Gebiet hat ein Absturz natürlich viel schlimmere Folgen als über unbewohntem Gelände. In Amsterdam raste 1992 eine Frachtmaschine beim Absturz in eine Hochhaussiedlung. Während an Bord des Flugzeuges nur die zwei Piloten getötet wurden, verbrannten in den zerstörten Hochhäusern mehr als 200 Menschen.

Wie sieht es mit der Sicherheit beim Fliegen in der Zukunft aus? Der Luftverkehr wird stark zunehmen, es wird immer enger im Luftraum und auf den Flughäfen, das Unfallrisiko wird dadurch höher. Mehr Länder nehmen am Luftverkehr teil, die nicht die in Europa üblichen Sicherheitsstandards habe. Die Belastung der Piloten und Fluglotsen steigt aus Kostengründen laufend an. Mit schlechteren Arbeitsbedingungen könnten Ausbildungsstandards und Arbeitsqualität leiden. Immer mehr Tätigkeiten auf Computer zu delegieren, könnte zu bösen Folgen führen, wenn die Technik einmal versagt. Und so wurden bei der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol schon Befürchtungen geäußert, wenn man nicht die Sicherheitssysteme verbessere, könnte es auch in Europa "jeden Tag einen Unfall geben".

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